Merian Iselin Klinik 2023: Zukunft gestalten, Herausforderungen meistern

Nach dem Abebben der Corona-Wellen, insbesondere was den Schweregrad der Erkrankungen betraf, zeigten sich im vergangenen Jahr rasch neue Herausforderungen. Insbesondere im Pflegebereich hat sich der Arbeitsmarkt in Richtung Arbeitnehmermarkt entwickelt. Während des ganzen Jahres 2023 waren permanent Justierungen bei Löhnen und Zulagen notwendig, um die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Klinik aufrechterhalten zu können. Neue Regulierungen (Stichwort: ambulanter Ärztestopp) führen zu immer stärkeren Verschiebungen der Klinikaktivitäten aus dem produktiven Teil hin zu unproduktivem Administrieren. Es ist eine Entwicklung, die gestoppt werden muss.

Arbeitsintensives Jahr mit einigen Höhepunkten

In der Summe hat die Merian Iselin Klinik erneut ein arbeitsintensives Jahr mit einigen Höhepunkten erlebt. Sie durfte das 5-Jahres-Jubiläum ihres Permanence Ortho-Notfalls feiern. Sie hat in-house ein ambulantes Operationszentrum (AOZ) konzipiert, und es funktioniert sehr gut. Die Klinik hat zudem viel in Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsprojekte investiert und mit dem Bau- und Prozessoptimierungsprojekt «OP 2025» die Zukunft dieses Herzstücks der Klinik sichergestellt. Die Klinik hat ein Schulungszentrum in der Nähe der Klinik an der Thannerstrasse 30 eröffnet und an der Thannerstrasse 45 das neue Komplementärtherapie-Zentrum von Merian Santé. Sie hat ein komplett neues Logistikkonzept auf den Weg geschickt und viel in Digitalisierungsprojekte investiert. Sie hat zudem die Vertragsverhältnisse mit der Belegärzteschaft überarbeitet.

Leider haben sich die hohe Arbeitslast und -intensität nicht adäquat im Ergebnis der Klinik niedergeschlagen. Höhere Kosten – hier vor allem Personalkosten – und auf der Gegenseite nicht adäquate Tarife und Entschädigungen sowohl stationär als auch ambulant haben zu einer Niveauverschiebung des Klinikergebnisses beigetragen. Auch dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden.

Ungleichgewicht zwischen öffentlichen und privaten Spitälern

Die aktuelle Situation im Gesundheitswesen zeigt immer stärker das Ungleichgewicht zwischen öffentlichen und privaten Spitälern. Die Merian Iselin Klinik kann sich als Privatspital ausschliesslich über die Tarife für ihre Leistungen finanzieren. Die öffentlichen Häuser erhalten staatliche Unterstützung, wie kürzlich auch das Universitätsspital in Basel beantragt hat, mit einem 300-Millionen-Darlehen zu bevorzugten Bedingungen. Dies führt zu Wettbewerbsverzerrungen und reduziert den Druck, endlich die Tarife, insbesondere für ambulante Leistungen, anzupassen, damit alle Akteure des Gesundheitswesens kostendeckend arbeiten können. Dabei möchte die Merian Iselin Klinik in Erinnerung rufen, dass es ihr als gemeinnütziger Institution nicht um Gewinnmaximierung geht, sondern darum, auch in Zukunft eine bestmögliche Patientenversorgung sicherzustellen.

Trotz des Staatsvertrags zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft betreffend Planung, Regulierung und Aufsicht in der Gesundheitsversorgung haben beide Kantone sehr ambitionierte Investitionsvorhaben, deren Finanzierbarkeit zumindest fraglich ist. Bei Misserfolg wird nach weiterer staatlicher Unterstützung gerufen. Dabei wäre es besser, auch mit den Privatspitälern enger zusammenzuarbeiten und die Ausbaupläne mit Blick auf eine abgestimmte Versorgung und die vorhandenen Ressourcen zu redimensionieren.

Herausforderungen sind also für die nächste Zeit in hohem Ausmass vorhanden. Diese wir die Merian Iselin Klinik Schritt für Schritt zusammen und mit Unterstützung ihrer Mitarbeitenden und ihrer Belegärzteschaft angehen.

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Gestärkte Patient:innen dank «opera & more»

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